Music
Theatre
Dance
Three Disciplines
– One Passion

Lisenka Milène Kirkcaldy, Großnichte des Britischen Filmschauspielerpaares Rosemary Kirkcaldy und Joss Ackland, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland wie dem Vereinigten Königreich. Bereits früh erhielt sie Gesangs-, Klavierunterricht sowie ein Tanzstipendium am Tanzhaus NRW. Einem ersten Engagement am Colosseum Theater Essen und Mehrspartenproduktionen folgten Kunststipendien durch die Begabtenförderung des Landes. Nach dem Abitur am musischen Gymnasium mit siebzehn Jahren absolvierte sie von 2006 bis 2010 das Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, bei Prof. Krämer der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und der Filmakademie Baden-Württemberg.


– Music, Theatre, Dance –
Three Disciplines,
– One Passion.
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Zudem erhielt Lisenka Milène Kirkcaldy ein Stipendium der Yehudi Menuhin Stiftung für ihre Solo Konzertreihen ausgewählter Nachwuchskünstler und wurde als Finalistin zum Europäischen Operetten Duette Wettbewerb geladen. Weitere Pressepreise für Partien, welche sie in Theaterproduktionen übernahm, folgten, so auch der Pressepreis für die Partie der Marie in der Musiktheaterproduktion „Woyzeck“. Daneben stand sie als Susan Parks in „Pitman Painters“ unter der Regie des Faust Preis nominierten Regisseurs Jan Steinbach, Agnes in der modernen Inszenierung von Bärfus „Die Probe“, Regie Eva Lange und Marja Antonowna in Gogols „Der Revisor“ unter Regie von Olaf Strieb auf der Bühne.

Nach ersten Theaterengagements und Sprechertätigkeiten für Funk und Fernsehen in Süd- und Norddeutschland, u.a. für SWR und Arte, WDR und ZDF, nahm sie weitere Opernengagements als Gastsängerin an Theatern unweit des ersten Wohnsitzes Düsseldorf, neben der zweiten Residenz in Berlin, auf.

Hier war sie u.a. am Opernhaus Bonn, sowie der Oper Krefeld und Mönchengladbach zu sehen. Sie spielte in „La Cage aux Folles“ unter der Regie des britischen Opernregisseurs und Intendanten John Dew, es folgte die Partie der Helena Landless in „The Mystery of Edwin Drood“, sowie die Partie der Chava in Bocks „Anatevka“ unter der Regie von Karl Absenger. Die einzelnen Inszenierungen jeweils fanden bei Presse und Publikum über mehrere Spielzeiten hinweg großen Zuspruch und gesonderten Eingang in das Jahrbuch der Bühnengenossenschaft.

In Folge schloss sich eine Nordtournée en croisière von Berlin durch Finnland, Schweden und Norwegen bis St. Petersburg an, wo Kirkcaldy u.a. die Partien der Fantine und Cosette in „Les Misérables“ unter Regie des internationalen Choreographen und Regisseurs Götz Hellriegel übernahm, sowie als Christine Daaé mit Szenen aus Leroux „Phantom der Oper“ zu sehen war.

Von Düsseldorf und Berlin aus tourt sie mit ihren mehrsprachigen und genreübergreifenden Klassik- und Chanson Konzertreihen innerhalb von Deutschland, sowie international. In den vergangenen Spielzeiten war sie mit dem ebenso international tätigen Akkordeonisten Heinz Hox bei den Schlossfestspielen Ettlingen zu Gast, sowie mit Wiener Operetten Gastspielen auf Konzertreise. Daneben stand sie in der Rolle der Marlene Dietrich und Edith Piaf, Femme fatale und Bohemian in der Braunschweiger Produktion der 20er Jahre „The Grand Horten“ auf der Bühne. Darauf war sie zudem in der komischen Oper Gilbert und Sullivans „Slave of Duty, The Pirates of Penzance“ unter Regie von Cush Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie Leipzig, am Opernhaus Wuppertal zu sehen.
Es folgten fünf weitere Produktionen am dortigen Opernhaus, darunter Lehárs „Lustige Witwe“ unter Regie des Amerikanischen Regisseurs Christopher Alden, in der Kirkcaldy ebenso als Dance Captain fungierte, Timofej Kuljabins zeitpolitischer Inszenierung von „Rigoletto“, wie Verdis „La Traviata“, in der Kirkcaldy die choreografische Mitarbeit übernahm und als Alter Ego von Violetta Valery unter Regie von Nigel Lowery zu sehen war.
Daneben gastierte sie bereits mehrfach als Gastsolistin mit Klassik und Operette beim Internationalen Orgelfestival IDO. In dieser Spielzeit ist Kirkcaldy u.a. in der Produktion der „Gefährlichen Liebschaften“ am Pfalztheater Kaiserslautern zu Gast. Hier übernimmt sie die Rolle der Émilie, Vicomte de Valmonts Geliebte, und ist zudem erneut als Dance Captain der Produktion engagiert.

Des Weiteren erfreut Kirkcaldy sich als Konzertsängerin großer Beliebtheit. Zuletzt war sie als Koloratursoubrette sowohl mit Werken von Händel, Dowland sowie Arien der Schottischen Heimat und Keltischem Kunstlied zu hören, als auch in der Bernsteinschen Jubiläumsproduktion von „Mass“ und einer konzertanten Solistenreihe beim Forum Junge Solisten Stuttgart als Gesangssolistin zu erleben. In diesem Jahr wurde sie hier als Semi Finalistin des Internationalen Johann Strauss Wettbewerbes zum Johann Strauss Jahr 2025 in Wien gekürt und im historischen Düsseldorfer Andreas Quartier en face von Rheinoper und Kommödchen als feste Gesangssolistin mit moderierten Konzertprogrammen von Klassik, Broadway Jazz bis Chanson mit eigenem Show Ballett Ensemble engagiert.

Im Sommer der kommenden Spielzeit ist Kirkcaldy als Gastsolistin beim Theaterball der Westphälischen Kammerspiele zu erleben.

Weiterer Schwerpunkt sind Benefiz Verpflichtungen, nicht zuletzt durch Impression des Yehudi Menuhin Stipendiats.
Lisenka Milène Kirkcaldy ist offizielle Stipendiatin des Deutschen Musikrates Berlin unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und des Fonds der Darstellenden Künste.

Ihr aktuelles Album E.e.F.f.- La voix wird derzeit von ihrem Label heraus- und in Veröffentlichung gegeben.

Konzertvita

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About me

Lisenka Milène Kirkcaldy ist als freischaffende Künstlerin, Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Film- und Hörfunksprecherin in mehrsprachigen, nationalen und internationalen Film- und Rundfunkarbeiten sowie Mehrspartenproduktionen an Theatern und Opernhäusern sowie mit Solo Konzertreihen auf der Bühne tätig.
Mehr über Studium, Repertoire, Konzertaufnahmen und bisherige Karriere erfahren Sie auf dieser Seite, in ausgewählten Film- und Audioaufnahmen sowie durch Kultur- und Presse-Referenzen.
Für Film-, Funk- und Konzertbuchungsanfragen greifen Sie im Folgenden gern auf das Kontaktformular zurück oder wenden Sie sich an die zeichnenden Agenturen MDV Management Berlin oder ZAV Oper/Operette sowie die Agentur der ZAV-Künstlervermittlung Köln, Schauspiel: Film und TV

Repertoire

Musiktheaterproduktionen, Operette, Mehrspartenproduktionen

– „Sugar- Manche mögen´s heiß“, Theater Baden-Baden, Billy Wilder, I.A.L. Diamond, Adolph Deutsch, 2009, Regie: T. Höhne
– „Eigentlich bleibt alles eine Herzensfrage“, „Wenn ich mir was wünschen dürfte“, Solo Produktionen 2009/10, Theater Baden-Baden
– Marie, “Woyzeck“, Georg Büchner, Tom Waits, Stadttheater Wilhelmshaven, 2011, Regie: O. Strieb
– Wanda, “Die Großherzogin von Gerolstein“, Stadttheater Wilhelmshaven, Jacques Offenbach, Libretto Henri Meilhac, Ludovic Halévy, 2010, Regie: O. Strieb
– Cagelle, „La Cage aux Folles“, Harvey Fierstein, Jerry Herman, Oper Bonn, 2014, Regie J. Dew
– Elisabeth, Eliza, Mary Poppins, Elphaba/ Elisabeth, My Fair Lady, Mary Poppins, Wizard of Oz, „Musical Gala“, NRW Tour, 2015/16, Regie: U. Schmidt
– Helena Landless, „The Mystery of Edwin Drood“, Charles Dickens, adapted by Rupert Holmes, 2015, Oper Krefeld, Oper Mönchengladbach, Regie: K. Absenger
– Esmeralda, Fantine, Christine, Sandy Olsson, Lisa Wartberg, Sally Bowles/ Glöckner von Notre Dame, Les Misérables, Phantom der Oper, Grease, Ich war noch
niemals in New York, Cabaret „Musical Gala“, DS Entertainment, 2016, Regie: T. Juerning
– Tochter Chava, „Anatevka“ , Fiddler on the Roof, by Jerry Bock, Sheldon Harnick, 2016/17, Oper Bonn, Regie: K. Absenger
– Christine, Cosette, Fantine/ Phantom der Oper, Les Misérables, „Musical Gala“, Gaston Leroux, Victor Hugo, Alain Boublil, Claude-Michel Schönberg 2018,
Regie: G. Hellriegel
– Solo Sopran, Street Chorus, „Mass“ Leonard Bernstein, Stephen Schwartz, 2018, Ltg: J. Dobmeier
– „My Love is the Ocean“, Schlossfestspiele Ettlingen, 2021, Regie: S. Bauer, U. Buchheister
– „The Grand Horten“, Grand Horten Braunschweig 2021/22, Regie: K. Jost, P. Kunze
– „Slave of Duty, The Pirates of Penzance“, Arthur Sullivan, Libretto William Gilbert, Oper Wuppertal 2022, Regie: C. Jung
– „Die Lustige Witwe“, Franz Lehár, Libretto Victor Léon, Oper Wuppertal 2022/23, Regie: C. Alden
– „Intolleranza“, Eine szenische Handlung in zwei Teilen von Luigi Nono nach einer Idee von Angelo Maria Ripellino, Oper Wuppertal 2022, Regie: D. Hilsdorf
– „Noperas, Obsessions“, Eine Tanztheater Opernproduktion, Kooperation mit dem Theater Bremen und dem Finnischen Theaterkollektiv Oblivia, Oper Wuppertal
2022/23
– „Rigoletto“, Giuseppe Verdi, Libretto Francesco Maria Piave, Oper Wuppertal 2022/23, Regie: T. Kuljabin
– „La Traviata“, Giuseppe Verdi, Libretto Francesco Maria Piave, Oper Wuppertal 2023, Regie: N. Lowery
– „Gefährliche Liebschaften“, Marc Schubring, Wolfgang Adenberg nach de Laclos `Les Liasions Dangereuses´, Pfalztheater Kaiserslautern 2023/24, Regie: P.-S.
Chevroton

Rollenrepertoire, Musiktheater Operette

– Valencienne, Die lustige Witwe, Franz Lehár
– Adele, Die Fledermaus, Johann Strauss
– Christel von der Post, Der Vogelhändler, Carl Zeller
– Marie, Frau Luna, Paul Lincke
– Prinzessin Laya, Die Blume von Hawaii, Paul Abraham
– Juliska Varady, Maske in Blau, Fred Raymond
– Wanda, Die Großherzogin von Gerolstein, Jacques Offenbach
– Eliza, My Fair Lady, Frederick Loewe
– Anna, The King and I, Richard Rodgers
– Maria, West Side Story, Leonard Bernstein
– Lilli Vanessi, Kiss me Kate, Cole Porter
– Aldonza, The Man from La Mancha, Mitch Leigh
– Polly, Lucy, Dreigroschenoper, Kurt Weill
– Milly, Seven Brides for Seven Brothers, Gene de Paul
– Johanna Barker, Sweeney Todd, Stephen Sondheim
– Annie Oakley, Annie get your gun, Irving Berlin
– Nellie Forbush, South Pacific, Richard Rodgers
– Lily Craven, Secret Garden, Lucy Simon
– Julie Jordan, Carousel, Oscar Hammerstein II
– Laurey Williams, Oklahoma, Richard Rodgers

Schauspielproduktionen

– Stubenmädchen, „Reigen“, Arthur Schnitzler, Wilhelma Theater, 2009, Regie: B. Fäh
– Alice, „Der Zoo“, Kerstin Specht, Staatstheater Stuttgart, 2009, Regie: C. Hockenbrink
– Miss Forsythe, „Tod eines Handlungsreisenden“, Arthur Miller, Theater Baden-Baden, 2010, Regie: C. Brier
– Susan Parks, “Kunst statt Kohle“, Lee Hall, Stadttheater Wilhelmshaven, 2010, Regie: J. Steinbach
– Marja Antonowna, “Der Revisor“, Nikolaj Gogol, Stadttheater Wilhelmshaven, 2011, Regie: O. Strieb
– Agnes, „Die Probe“, Lukas Bärfuss, Stadttheater Wilhelmshaven, 2011, Regie: E. Lange
– Kabarett Kleinkunstreihe, seit 2008, Touring, Eigenregie/ Co Regie: R. Hüve

Rollenrepertoire, Sprechtheater

– Shen Te, Shui Ta, „Der gute Mensch von Sezuan“, Bertolt Brecht
– Elena Iwanowna Popowa, „Der Bär“, Anton Tschechow
– Elaine, „Merlin“, Tankret Dorst
– May, „Liebestoll“, Sam Shepard
– Zeugin 5, „Die Ermittlung“, Peter Weiss
– Paulina, „Weiße Ehe“, Tadeusz Rosewicz
– Sylvia, „Das Spiel von Liebe und Zufall“, Pierre Carlet de Marivaux
– Lotte, „Jubiläum“, George Tabori
– Lena, „Leonce und Lena“, Georg Büchner
– Corey, „Barfuss im Park“, Simon
– Eine Frau, „Aus dem Wortschatz unserer Kämpfe“, Walser
– Angelina, „Süden“, Green
– Léon, „Kampf des Negers und der Hunde“ Bernard-Marie Koltès
– Miss Cheveley, Mabel Chiltern „Der ideale Ehemann“, Oscar Wilde

Von Klassik


Die klassische Musik, hier in Oper, Oratorium und Lied repräsentiert, vereint zeitlose Schönheit und Stilvielfalt. Kultiviert und gepflegt über Generationen der Künste, in großer Bandbreite an Stilen der Europäischen klassischen Musik – vom mittelalterlichen Choral, über klassische und romantische Orchestersymphonien, bis hin zu avantgardistischen atonalen Kompositionen des 20. Jahrhunderts – welche grenzen- und kulturübergreifend zu begeistern und in zeitlosen Gesamtkompositionen zu bewegen vermögen. Klassik ist der Grund und die allumfassende Entwicklung, in der Tradition des Ideals der Ästhetik. 

Konzertrepertoire:

Oper, Oratorium, Kunstlied in der Auswahl u.a. von Mozart, Händel, Bach, Monteverdi, Scarlatti, Verdi, Schumann, Schubert, Puccini, Britten, Bernstein, Rutter

Operette: Abraham, Benatzky, Bizet, Dostal, Fall, Gilbert, Heuberger, Kálmán, Kreuder, Künneke, Lehár, Lincke, Mackeben, Offenbach, Raymond, Stolz, Strauss, Von Suppé

Über International Chanson


Kaum eine Kunstform vermag mit so viel Passion und zugleich musikalischer Leichtigkeit von Melancholie und Leidenschaft des Lebens zu erzählen wie das Chanson in seinen kompositorischen Miniaturen unter dem Glas der Zeit. Sein Klang erzählt die Träume von Freiheit, den Kampf um Sehnsucht, Liebe und Erfüllung im Takt von modernem Tango und internationalem Chanson. Erste nachweisbare Vorformen des Chansons gab es dabei bereits im frühen Mittelalter, durch Kriegs-, Volkslieder und Chorgesänge, die bis in vorchristliche Zeit zurückreichen. Literaturwissenschaftler datieren den Beginn einer Chansonkultur im engeren Sinne auf das Hochmittelalter mit ersten Französischen Unterhaltungs- und höfischen Kunstliedern, sowie dem Minnesang als Form des Liebesliedes der Troubadoure. Eine zweite historische Vorform fand sich im volkstümlichen Lied der fahrenden Sänger mit zum Teil obrigkeitswidrigen Texten, mehrstimmigen Liedsätzen der Renaissance und dem Vaudeville im 16. Jahrhundert. Anlässlich informeller Zusammenkünfte im 18. Jahrhundert wurde das Chanson auch unter Künstlern, Literaten und Gelehrten populär. Gesellschaftskritische, satirische, oder auch poetische Lieder bestimmten vor den Liedern der Französischen Revolution das Repertoire. Im 19. Jahrhundert entfaltete sich das Chanson als sozialkritisches, politisch, literarisches Kabarettlied, unabhängig vom Bühnengeschehen der Opern-, Operettenarien, in der Regel ohne Chor, fand Eingang in die Varietétheater und fiel häufig unter Napoleonische Zensur. Zur Jahrhundertwende kristallisierte sich das Chanson réaliste heraus, beeinflusst durch die naturalistische Bewegung in der Kunst und thematisierte gesellschaftlich Randständige, Abgründe. Die weitere Entwicklung des Chansons war wiederum stark vom Amerikanischen Jazz und Swing beeinflusst mit Inspiration des Nachkriegschansons der philosophisch-literarischen Richtung von Existenzialismus und Gesellschaftskritik. Eine bis heute explosive Mischung.

Konzertrepertoire:

u.a. von Piaf, Brel, Aznavour, Trenet, Barbara, Montant, Moreau, Gréco, Chevalier, Baker, Brassens, Bécaud, Matthieu, Paradis, Gall, Gainsbourg, Delyle, Distel, Dasin, Dubas, Garat, Rossi, Sardoud, Zaz, Dalida, Chao, Bruni, Hardy, Laforet

Bis Jazz

Die von afroamerikanischen Wurzeln stammende Musikform, welche in vielfältiger Weise im Crossover und durch weitere Musiktraditionen und Genres weiterentwickelt wurde, wird häufig als amerikanisches Pendant zur klassischen Europäischen Musik verstanden. Jazz hat nahezu allen anderen Sparten neue Möglichkeiten eröffnet. Improvisation, die auf das europäische Notensystem zurückgreift, wird mit Jazz Rhythmik, Tonbildung und Instrumentenbehandlung im Traditionsbezug zu vorangegangenen Stilen individuell.

Konzertrepertoire:

u.a. Armstrong, Arlen, Berlin, Ellington, Fitzgerald, Gershwin, Holiday, Miller, Porter, Vaughan, Davis, Reinhardt, Brubeck, Goodman, Kern, Basie, Simone, Mills, Rodgers, Evans, Monk, Jobim, Warren, Weill

Meine Inspiration


Kreativität beginnt, wo die Phantasie das Wissen übersteigt, es beflügelt.. Musik übernimmt zu da sprechen, wo die Worte schweigen.. L.M. Kirkcaldy 

Fest. Stehend. in der Tradition…

`Jeder kleinste Orchestergeiger muss mehr können, als alle andern Berufe zusammen. Deswegen steht die Kunst für sich, die Musik für sich, allein. Und das bin nicht ich, die das sagt, sondern Hofmannsthal, Musik ist eine heilige Kunst. Und die Musik – alle, die wir da (..) das Talent von Stimme, Virtuosität, oder Klang – Musik mitbekommen haben, wir dürfen das machen, aber wir dienen nur dazu, dass diese Stücke überhaupt gehört werden. Es würde ohne uns, begabte Spieler und Sänger keine neunte Symphonie je gehört worden sein. Zum Beispiel. Und das ist nicht Einbildung. Sondern, das ist nur, um die anderen Berufe einmal in ihre Schranken zu weisen und zu sagen, bitteschön: die Sänger – und die Sänger noch anders für sich, weil sie sind das Instrument, das Instrument ist dieser Mensch. Und, deswegen muss man sagen, das Singen ist etwas `Wesent-liches´ – Wir dienen ja den Meisterwerken. Dass wir dabei auch noch bekannt werden und die Leute das mögen, ist wieder etwas sehr Schönes, aber das ist nur ein Nebeneffekt, für uns. Wir müssen für den Komponisten singen. Und, wenn wir zehn Mal ins Publikum schauen, da singen wir nicht, wir singen für den Komponisten.‘ Elisabeth Schwarzkopf, Meisterklasse, `Ach ich fühl´s´

Im Moment. Sein.

`Bereits die Dionysien im antiken Griechenland waren spartenverbindende Festspiele zu Ehren des Gottes Dionysos, des Gottes der Ekstase, des Rausches, der Verwandlung und des Weines. Aus dem religiösen Kult thrakischen Ursprungs mit Umzügen beginnend, entwickelte sich dies in Athen zu einem Fest, den städtischen Dionysien. Aus den kultischen Gesangs-, Tanz- und Opferriten entstand die griechische Tragödie und Komödie in religiösem Kontext.´
H. Smith, Masterpieces of Classic Greek Drama

,Die Schauspielkunst ist aber die Befreiung von der konventionellen Schauspielerei des Lebens. In den Kindern spiegelt sich das Wesen des Schauspielers am reinsten wider.
Ihre Aufnahmefähigkeit ist beispiellos, und der Drang zu gestalten, der sich in ihren Spielen kundgibt, ist unbezähmbar und wahrhaft schöpferisch. Sie verwandeln alles in das, was sie wünschen. Und dabei das klare, immer gegenwärtige Bewusstsein, dass alles nur Spiel ist, ein Spiel, das mit heiligem Ernst geführt wird. Das Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Der Weg zu uns selbst und zu unseren Nächsten ist sternenweit. Der Schauspieler ist auf diesem Weg. Mit dem Licht des Dichters steigt er in die noch unerforschten Abgründe der menschlichen Seele, um sich dort geheimnisvoll zu verwandeln; Er ist Mensch an der äußersten Grenze zwischen Wirklichkeit und Traum, er steht mit beiden Füßen in beiden Reichen.‘
Rede über den Schauspieler, Max Reinhardt, 1929

`Träum ich? Wach ich? Leb ich? Bin ich bei Sinnen´ – `Du und ich und wir alle, sind Träume von einem Traum´ Georg Büchner, Leonce und Lena, 1836, Heinrich von Kleist, Prinz Friedrich von Homburg, 1809/10

`Beim Anblick der Sterne gerate ich immer ins Träumen. Warum frage ich mich, sollten die leuchtenden Punkte am Firmament uns nicht zugänglich sein..´ Vincent van Gogh

– Kunst als geträumte Wirklichkeiten, Wirklichkeit gewordene Träume.
Tanzen ist dabei wie Träumen, nur schneller.. Gleichzeitig vermag es der Realität, wie dem Träumen, dem Lachen von der Erde unmittelbar mit am Nächsten zu bringen. Es verbindet Traditionskunst, Ritus und situatives Gefühl. L.M. Kirkcaldy

`Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren..´ Pina Bausch `Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft´ Fred Astaire

`Ob auch die Stunden uns wieder entfernen:
Wir sind immer beisammen im Traum, wie unter einem aufblühenden Baum. Wir werden die Worte, die laut sind, verlernen und von uns reden, wie Sterne von Sternen, alle lauten Worte verlernen: wie unter einem aufblühenden Baum.´ 
Rainer Maria Rilke
, Die Gedichte, Edition der sämtlichen Werke, Aus: Dir zur Feier 1897/18

Fotogalerie

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Hörproben

Hörbeispiele aus dem Rundfunkstudio von Feature, über Hörspiel und Lyrik, zum Radio Interview mit Lisenka Milène Kirkcaldy.

My Ship, Kurt Weill

Ein Schiff wird kommen, Manos Hajidakis, Fini Busch

Leave her Johnny, Traditionals

Bali Hai, Rodgers und Hammerstein

Sterntaler, Gebrüder Grimm

Interview on Air

Videos


ANATEVKA, Theater Bonn

Das Geheimnis des Edwin Drood · Theater Krefeld und Mönchengladbach

Entertainment Product Film

Show Reel Lisenka Kirkcaldy

Lockdown Backstage

YouTube Kanal Lisenka Milène Kirkcaldy

Zum Öffnen des YouTube Kanals von Lisenka Milène Kirkcaldy bitte hier klicken:

Veranstaltungskalender

Nachfolgend finden Sie den aktuellen Veranstaltungskalender, sowie den Überblick bisheriger Auftrittstermine.
Auf diese Weise erhalten Sie eine Übersicht meines künstlerischen Schaffens.
Gerne beantworte ich Ihnen auch Ihre Fragen, die Sie mir auch über mein Kontaktformular stellen können.

Ihre Lisenka Milène Kirkcaldy

2026

– Deutschlandweites sowie Internationales Konzertbooking –

– Gastengagements an Opernhäusern und Theatern –

– Funk- und Filmtätigkeit –

September, Oktober 2026, Film- und Synchronstudios München / Berlin

Baden-Baden, Berlin, Hamburg

01.08.2026, Casino Royal, Golfclub Elfrather Mühle – International Film Music Open Air/ James Bond, Frank Sinatra, Marylin Monroe and Show Jazz with Ballett Ensemble // Fireworks, Country and Golf Club Elfrather Mühle https://www.gcem.de/

Kaiserslautern, Mannheim, Düsseldorf, München

25.7.2026 ABBA Konzerttour, Anni-Frid, 16 Uhr, Unionsplatz, Kaiserslautern https://www.eventim.de/artist/mamma-mia-party/mamma-mia-the-ultimative-abba-night.de

Konstanz, Baden-Baden

17.7.2026, 75. Jubiläum Casino Konstanz, 15 Uhr, La Dolce Vita mit Jazz Ensemble https://www.casino-konstanz.de/

Friedrichshafen, Berlin Studioaufnahmen

3.7.2026, ABBA Konzerttour, Anni-Frid, 20 Uhr, Brinks, Berlin https://www.eventim.de/artist/mamma-mia-party/mamma-mia-the-ultimative-abba-night.de

30.06.2016, 15 Uhr, Pressekonzert Sommerträume, Stadtarchiv Neuss 

Schauspiel Kooperation Comed Düsseldorf
Hamburg

27.6.2026, ABBA Konzerttour, Anni-Frid, 20 Uhr, Große Freiheit, Hamburg https://www.eventim.de/artist/mamma-mia-party/mamma-mia-the-ultimative-abba-night.de

20.6.2026, Theaterball Paderborn https://www.theater-paderborn.de/h6vegohpz0

Endproben Westfälische Kammerspiele Theaterball, Stuttgart, Paderborn

Wien

Juni

Düsseldorf

szenische Proben Theaterball Westfälische Kammerspiele, Paderborn

Mai

Stuttgart, Paderborn musikalische Proben Theaterball Westfälische Kammerspiele

April

Schauspiel Kooperation Comed Düsseldorf
Studioaufnahmen Düsseldorf

15. bis 17. März 2026, ProWein 2026, Düsseldorf, https://www.prowein.de/

März

Konzeptionsgespräch Theaterball Westfälische Kammerspiele

Studioaufnahmen Düsseldorf

Februar

Berlin

25.01.2026, Best of French Chanson/ Liedermacher, Köln 

11.1.2026, 17 Uhr, Neujahrskonzert Operette, Musical & Jazz Highlights,

Piano, Organ: Yoerang Kim-Bachmann, Düsseldorf-Golzheim https://landing.churchdesk.com/e/44716036/Musical–und-Operetten-Highlights-im-Konzert

Januar

Veranstaltungsarchiv

Mehr als 10 Jahre. Alle Highlights. Ein Archiv. 2014 – 2025 🔍
Das umfassende Archiv bietet Zugriff auf 11 Jahre Terminhistorie. 
Schnell, nach Jahren strukturiert und komplett durchsuchbar.
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Alle Events auf einen Klick.

Pressestimmen

«Kirkcaldy verfügt über ein breit gefächertes musikalisches Repertoire. Sie deckt in Ihrem Vortrag mühelos Chanson, Jazz, Swing, Musical und Operette ab. Die Klangfarbe ihres lyrischen Soprans wird durch die einfühlsame Klavierbegleitung hervorragend unterstützt. Sie begeistert ihr Publikum mit ihrer leichten, beweglichen, verspielt-zarten, hohen und plastisch formbaren Stimme, sowie ihrem komödiantischen Talent in Stücken wie `Die Jusika aus Budapest´ aus der Operette Maske in Blau, `Höre ich Zigeunergeigen´ aus der Czardasfürstin und dem Couplet aus der Fledermaus. Sie wird nach dem Programm von virtuosen Wechseln erst nach mehreren Zugaben von ihrem begeisterten Publikum verabschiedet.»
Badisches Tagblatt, 2010

«Kirkcaldy, hier war jeder Ton ein Genuss.»
GegenWind, Pressepreis, 2011

«Von Lisenka Kirkcaldy wird man sicher noch hören. Auch Marlene Dietrich hat seiner Zeit an der hiesigen Bühne gesungen.»
Wilhelmshavener Zeitung, 2012

«Die moderne Edith Piaf.», Le Grand Festival Francaise au Rhin, 2020 

«Wie einst Edith Piaf
Lisenka Kirkcaldy und David Schollmeyer gaben ein Konzert beim Internationalen Orgelfestival. VON NORBERT LAUFER DUSSELDORF, Rheinische Post, 2023

Wenn eine Orgel zu präludieren beginnt, kommen einem zumeist erhabene Gedanken.
Beim Ido-Konzert in der Benrather Dankeskirche mit dem Titel „La vie en rose“, das Chansons und Orgelmusik aus Frankreich zusammenbrachte, ging es dagegen um Welt-liches- Paris, die Liebe, Lebensfreude und Melancholie.

Lisenka Kirkcaldy betrat ganz in Rot, mit Zigarettenspitze und Fächer die Orgelempore. Der Organist David Schollmeyer war dagegen in gediegenem Anzug gekleidet, hatte aber zumindest eine kecke Krawatte mit Klaviatur. Seine Vorspiele dienten als schlichter, aber stimmungsvoller Auftakt für die Chansonnette, die daraufhin ihre etwas rauchige Stimme erhob. (..) Kirkcaldy interpretierte die Chansons mit kräftigem Ton, der von Mikrofon und Lautsprecher verstärkt wurde, gesungen, geflüstert und sogar herausgerufen.
Manchmal pfiff sie auch wie der Spatz von Paris.
Schollmeyer nutzte die Register der keineswegs kleinen Schuke-Orgel mit ökonomischem Spürsinn für die Balance mit der Sängerin. Die Tasten bediente er mit höchster Präzision, aber auch mit Schwung und Feeling für die Musik, die vorzugsweise im walzerseligen Dreivierteltakt stand.

So gab es Titel, die man von den Größen der Chansonkunst wie Edith Piaf (Padam“), Charles Trenet (La Mer“) und Yves Montand („Sous le ciel de Paris“) kannte, aber auch solche neueren Datums.
Zwischendurch rezitierte Kirkcaldy Gedichte von Heine, Hesse und Rilke sowie Liedtexte. Oft schlich sich die Musik behutsam in diese Vorträge ein, um dann in das Lied zu münden.

Perfekt vollzog der Organist die kleinen Verzögerungen der Sängerin mit, um der Musik den letzten Pfiff zu geben.
Die ins Programm eingeflochtenen Blöcke von Orgelkompositionen des Franzosen Louis Vierne waren kleiner dimensionierte Charakterstücke ohne wuchtige Klangwirkungen, die der Klangwelt der Chansons recht nahe kamen. Eine gute Wahl!

Chansons, Gedichte und Orgelmusik verbanden sich zu einem ausgewogen komponierten Gesamtkunstwerk. Scheinbare Gegensätze vereinten sich, die Idee des Ido-Festivals trat wunderbar zutage.

Als Zugabe durfte das „Non, je ne regrette rien“ nicht fehlen, vorgetragen mit ebenso klangvollen R-Lauten wie einst bei Edith Piaf.«

«Beim 2. Paderborner Theaterball sorgte die vielfach ausgezeichnete Chansonnière Lisenka Milène Kirkcaldy, begleitet von Alexander Reitenbach am Flügel für Flair – irgendwo zwischen Berliner Tingeltangel, Pariser Revue und verrauchten Nachtclubs. 
Paderborner Theaterball führt mit Glamour und Tanzmusik zurück in die ‚Goldenen 20er‘ Westfälisches Volksblatt, Von Corinna Steinmetz, 2026 

Federboas, Frack und Flair 

Paderborn (WV). Draußen flimmerte die Sommerhitze über dem Neuen Platz, drinnen ging es stilvoll zu. Zum zweiten Theaterball hatte das Theater Paderborn eingeladen, und die Feierlustigen nahmen das Motto ‚Die Goldenen Zwanziger‘ mit bemerkenswerter Hingabe an. 
Frack und Zylinder oder Peaky-Blinders-Schiebermützen zu lässigen Knickerbockers prägen das Bild der Gentlemen, während sich die Damen mit pailetten- und perlenbesetzten Charleston-Kleidern, mit Federboas und glitzernden Stirnbändern in Schale geworfen hatten. 
Nach der Begrüßung durch Intendantin Katharina Kreuzhage, Verwaltungsdirektor Dr. Daniel Thierjunge und Bürgermeister Stefan-Oliver Strate dauerte es nicht lange, bis die erste Gäste das Tanzparkett eroberten. 
Das Tanzparkett wird schnell erobert 

Strasssteine fingen das Licht der Kronleuchter ein und die eine oder andere elegante Zigarettenspitze sorgte für modernen Flair. Besonders gefragt waren allerdings die zahlreichen Fächer- stilvoll, fotogen und angesichts der Temperaturen durchaus mehr als bloße Dekoration. Wie schon bei der Première (..) gelang das Kunststück, auf der brechend vollen Bühne Hunderte Paare im Handumdrehen in die Geheimnisse des ‚Alten Tango‘ einzuweihen. Die perfekte Livemusik intonierte erneut das Quartett ‚Dance Mayence‘, das schon im Vorjahr für Stimmung auf der Tanzfläche gesorgt hatte. Charleston, Shimmy und Foxtrott verwandelten die Bühne des Großen Hauses in einen Ort beschwingter Bewegung. 
Im Studio ging es zwangsloser und bassbetonter zu, und da flogen schon mal ein paar Schuhe in die Ecke – barfuß tanzen funktionierte auch zum Programm von DJ Swing Tone, DJ Jokar und dem Knus-Kollektiv an den Turntables, die bis weit nach Mitternacht die passenden Beats lieferten. 

Ein akustisches ‚Verschnaufpausen-Intermezzo‘ hatte den Titel ‚Gören, Girls und Glamour‘. Platinblond, mit Marlene-Dietrich-Attitüde und einer Stimme, die mühelos zwischen Chanson, Ironie und großer Emotion wechselte, begeisterte die vielfach ausgezeichnete Chansonnière Lisenka Milène Kirkcaldy, begleitet von Alexander Reitenbach am Flügel – für einige Minuten irgendwo zwischen Berliner Tingeltangel, Pariser Revue und verruchten Nachtclubs.«

«Endlich wieder großes Musiktheater im Pfalztheater
Die Rheinpfalz, Von Frank Pommer, 2023 

Voller körperlicher Einsatz auf der Bühne des Pfalztheaters. Valmont genießt das Leben mit der Kurtisane (Lisenka Milène). Foto: Andreas J. Etter

Mit dem Musical „Gefährliche Liebschaften“ präsentierte das Pfalztheater Kaiserslautern am Samstagabend erstmals seit dem Dezember des Vergangenen Jahres wieder großes Musiktheater auf des Bühne des Großen Hauses. Die Inszenierung des aus dem Jahr 2015 stammenden Musicals überzeugt stimmlich, szenisch und musikalisch. Und hat das Zeug zum Publikumsrenner.

Ein hocherotisches Intrigenspiel: »Gefährliche Liebschaften« kommt als Musical auf die Pfalztheater- Bühne. (Valmont: Samuel Franco, Émilie: Lisenka Milène Kirkcaldy) | Foto: Andreas J. Etter 

Ersonnen hat den Stoff der französische Offizier Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos 1782 als Briefroman. Es geht um Verführung und Intrigen, um ein Sittengemälde des Adels im Vorfeld der Französischen Revolution. Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont wären als Egomanen und Erotomanen, die sie beide sind, das ideale Paar. Sie scheren sich nicht um gesellschaftliche Normen und haben umso mehr Lust an Intrigen und Manipulationen.

Voneinander angezogen, stehen sie sich gleichwohl feindlich gegenüber. Die Marquise will den Vicomte erst wieder erhören, wenn er die junge Cécile de Volanges verführt hat – aus Rache an einem früheren Liebhaber, der Cécile als jungfräuliche Braut heiraten will. Valmont sieht sich da eher unterfordert – er will seine Kunst als Verführer mit der Eroberung der sittenstrengen Madame de Tourvel unter Beweis stellen. Das Intrigenspiel wird gefährlich, als echte Gefühle ins Spiel kommen …

Aufsehenerregend und voller Leidenschaft

Der Komponist Marc Schubring und sein Textautor Wolfgang Adenberg haben die „Gefährlichen Liebschaften“, den einzigen, dafür aber bleibenden Erfolg seines Autors Laclos, „für ein aufsehenerregendes Musical voller Leidenschaft, Erotik, starken Balladen und großen Tableaus aufgegriffen“, schickt das Pfalztheater der Premiere seiner Inszenierung am 18.11. voraus. Das Musical wurde 2015 am Staatstheater am Gärtnerplatz in München uraufgeführt. Postwendend wurde es in gleich sieben Kategorien für den Deutschen Musical-Theater-Preis 2015 nominiert – und unter anderem als „Bestes Musical“ und „Beste Komposition“ des Jahres auch ausgezeichnet. 

Die Inszenierung im Pfalztheater steht unter der musikalischen Leitung von Olivier Pols, der 34-Jährige ist seit 2018 stellvertretender Generalmusikdirektor am Pfalztheater. Regie und Choreographie verantwortet die europaweit tätige Pascale Chevroton, die aus Besancon stammt. In den Hauptrollen spielen und singen Astrid Vosberg (Marquise de Merteuil) und Samuel Franco (Vicomte de Valmont).« 

«Opernhaus Wuppertal 
Gelungener Zieleinlauf in diesem Premieren-Marathon.
Wuppertal kann große Oper: Künstlerisch überzeugend, große Premieren-Stimmung, volles Haus, büschelweise Ehrenkarten, große Garderobe. Dir Sänger*innen, haben im Lockdown konzertant in der Historischen Stadthalle schon bewiesen was sie können. Heute folgt die „sichtbare“ Inszenierung; neu die Bühne und die Kostüme. Gewissermaßen die alles umfassende Première. 

Die Opernhandlung ist fast „Verdi-untypisch“ unkompliziert und leicht verständlich. Die dem Roman Die Kameliendame von  Alexandre Dumas d. J. entnommene Handlung: Die Lebedame Violetta Valery – eigentlich schon todkrank – gibt ein rauschendes Fest. Als Kurtisane lässt sie sich natürlich nie wirklich auf die Herren der Schöpfung ein. Doch auf diesem Fest zeigt ihr Alfredo Germont, dass er es tatsächlich ernst meint mit seiner großen Liebe zu ihr. Das passt eigentlich überhaupt nicht in ihre Welt – und berührt sie dennoch tief. Der 2. Akt zeigt, dass Violettaund Alfredo zusammengekommen sind, sie schwelgen in ihrer Liebe, weit weg von Allem. Aber schon naht das böse Schicksal: Es fehlt an Geld, das Alfredo beschaffen will. Zusätzlich erscheint die bürgerliche Moral in Form des Vaters von Alfredo und nötigt Violetta, dass sie auf die Liebe zu ihm verzichten soll. Dazu ist sie nach verzweifeltem Ringen tatsächlich bereit; eben aus Liebe und verlässt ihn. Der verzweifelte Alfredo findet sie später auf einem weiteren Fest wieder und glaubt, dass sie ihn wegen eines Anderen verlassen hat. Und so demütigt er sie in seiner Wut öffentlich – weiß nichts von ihrem Verzicht aus Liebe. Im dritten Akt ist Violetta allein und schon sterbenskrank. Es erscheint Alfredo, der von seinem Vater Giorgio die Wahrheit erfahren hat. Und sie stirb in seinen Armen. 
Ein Meisterwerk von Giuseppe Verdi mit Spitzenbesetzung.
Das Sinfonieorchester unter der Leitung von Johannes Witt ist sowohl im fein ziselierten Piano als auch im Aufbrausen der großen Gefühle meisterhaft. Und lässt den Sängern auch souverän den Raum, den sie brauchen. 

Das Regiekonzept von Nigel Lowery kommt eher traditionell und fast naturalistisch daher. Etwas überraschend bei seinen manchmal auch gewagten Deutungen. Gleichwohl, das Stück kann man durchaus so inszenieren. Er versucht erst gar nicht, die musikalische Größe mit lautem Regietheater zu verdrängen. Auch Bühnenbild und Kostüme (ebenfalls von Nigel Lowery) drängen sich nicht vor, bilden einen angedeuteten Pariser Salon mit den dort zu erwartenden Kostümen. Aber dann sind doch noch zwei kleine Feinheiten der Regie dabei, die als Zusatz-Ideen überzeugen:

Das Stück beginnt mit einem tanzenden, farbigen Schmetterling, der auch weiter geschmeidig immer wieder durch das Stück tanzt. Ausdrucksstark von Lisenka Milène Kirkcaldy dargestellt. Offenbar der in die Zukunft strebende Gegenpol zur sterbenden Violetta.

Aus der kleinen Rolle des Arztes wurde etwas Größeres gemacht: Unheilvoll, düster humpelt er von Anfang an mit einem Stock über die Bühne, zeigt Violettas ständige Bedrohung durch den Tod – wie es später im Stück klar wird.

Empfehlung? Ganz sicher, unbedingt empfiehlt sich der Besuch! Um zu erleben, welch großartige La Traviata die Oper Wuppertal bietet. Das festliche Premieren-Publikum feiert die Premiere von La Traviata mit langem Applaus und Bravorufen. Alle sind heute Abend doch noch mit „bella Figura“ im Ziel des Hindernislaufes angekommen, dem Wuppertaler Kunsthimmel der „Endlich-Doch-Noch-Premiere“.« Kultur im Netz, Ioco, Uli Rehwald, 2023

Referenzen

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Weitere Referenzen

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